Haut wie ein Babypopo – Neue Lasertechniken erlauben gründliche Haar- und Tattooentfernungen ohne böse Überraschungen

Eckhard Weber interviewte am 07.05.2009 zwei Stunden lang das Team von corpus curare im Auftrag von Kompass. Den folgenden Artikel erhielten wir vorab per Mail:

Haut wie ein Babypopo
Neue Lasertechniken erlauben gründliche Haar- und Tattooentfernungen ohne böse Überraschungen

Jedes Mal der gleiche Ärger: Möglichkeiten, unerwünschte Haare zu entfernen, gibt es viele. Doch die meisten sind alles andere als optimal. Ist man beim Rasieren einen Moment unachtsam, sieht man wie massakriert aus. Gerade im Intimbereich können die Haare nach der Rasur einwachsen, was im miesesten Fall zu Furunkeln führt. Kalt- und Warmwachs oder diese elektrischen Epiliergeräte, die einem die Haare bei lebendigem Leibe herausreißen, gehören eher in die Kategorie Foltermethoden. Man kann natürlich auch mit der Pinzette vorgehen, was je nach Stärke der Behaarung aber eher eine extreme Geduldsübung aus dem Zen wäre und auch nicht ohne Schmerzen abgeht. Und die gängigen Enthaarungscremes sind auf Dauer gesundheitlich nicht gerade unbedenklich.
Wer also dauerhaft seine Körperbehaarung loswerden möchte, wird sich früher oder später Gedanken machen, ob er sich nicht einem Profi anvertrauen sollte. Gerade in den letzten Jahren hat sich in der Lasertechnologie einiges getan. Für eine Laserbehandlung sollte man sich idealerweise am Tag zuvor die entsprechenden Stellen rasiert haben. Man kann es auch gegen einen kleinen Aufpreis von den Profis machen lassen. Aber besser ist es, wenn die rasierte Haut einen Tag Ruhe hatte. Vor der Behandlung wird ein Ultraschallgel aufgetragen. Das leitet die Strahlenenergie des Lasers über die Haare zur Haarwurzel. Diese wird punktuell erhitzt. Dadurch ist sie nicht mehr in der Lage, Haar zu produzieren. Die vorhandenen Haarreste fallen aus, und man hat endlich Ruhe.
Allerdings, das muss man wissen, können im Laufe der Jahre wieder Haare an der behandelten Stelle wachsen. Das liegt an der natürlichen Beschaffenheit von Haut und Haar: Der Mensch hat im Schnitt insgesamt rund 5 Millionen Haarwurzeln, aber nur 2 Millionen sind aktiv. Nur die Haare in der aktiven Wachstumsphase kriegt man mit dem Laser zu fassen. Deshalb verläuft eine Laserbehandlung auch über mehrere Sitzungen. In der Regel rechnet man mit 6 bis 8 Behandlungen. Zwischen diesen Anwendungen sollten jeweils 6 bis 10 Wochen Pause sein. Für eine Behandlung sollte man also langfristig planen. Da es nicht ratsam ist, sich nach dem Lasern der direkten Sonnenausstrahlung auszusetzen, sollten etwa auch Urlaubsreisen in den Süden zeitlich darauf abgestimmt werden.
Die Behandlung selbst ist sehr gut verträglich, nach einer Stunde sind eventuelle Rötungen verschwunden. „Die Haut ist danach nicht krank oder verletzt, sondern durch die warme Strahlung nur sehr gut durchblutet“, sagt Gunda Mitscherling von der Berliner Filiale von Dermedis in der Friedrichstraße. Man hat auch keine Schmerzen, allenfalls ein leichtes Spannen spürt man kurzzeitig. Laser der jüngeren Generation, wie der bei Dermedis eingesetzte ILP2-Laser, können auch unbedenklich bei Hauttyp 4, also bei relativ dunkelhäutigen Menschen, eingesetzt werden, ohne dass es irgendwelche Flecken gibt. Schlechte Chancen hatten bislang allerdings die keltische Typen mit roten Haaren und die nordischen mit blonden Haaren. Und auch die bösen weißen Haare, die etwa der Mann mit Brustbehaarung verschwinden lassen will, waren bislang ein Problem. Das liegt daran, dass das pulsierte Licht des Lasers den Haarfarbstoff Melanin als Ziel sucht.
Aber auch hier ist die Technologie mittlerweile fortgeschritten: Im kürzlich eröffneten Studio corpus curare, wo sich drei sehr sympathische Mitarbeiter gewissenhaft um Haar- und Tattooentfernung kümmern, arbeitet man mit dem Allerneuesten auf dem Gebiet, dem IPL3-Laser. Er wurde speziell für Haare entwickelt, in denen wenig oder gar kein Melanin vorhanden ist. Der Laser benutzt zusätzlich einer bestimmte Radiofrequenz, die das bisher Unmögliche möglich macht. Das Gerät ist individuell einstellbar je nach Hauttyp und Haarstruktur und kühlt gleichzeitig angenehm. Man spürt bei der Behandlung nur ein leichtes Kribbeln, was sehr gut auszuhalten ist.
Auch bei der Entfernung von Tätowierungen ist corpus curare auf dem aktuellsten Stand. Mittlerweile gibt es nämlich spezielle Laser zur Zerstörung von Farbpigmenten, die keine Narben hinterlassen. corpus curare setzt hierfür den neuartigen Nd:Yag-Laser ein. Die Farbpigmente der Tätowierung werden bei der Behandlung zersprengt. Den Rest besorgt die Natur, die Pigmentreste werden vom Lymphsystem ausgeschwemmt.
Zwischen 6 bis 8 Sitzungen für eine Fläche von einem halben Handteller sind nötig. Maximal eineinhalb Stunden kann behandelt werden. Zwischen den Sitzungen sollten alle 4 bis 6 Wochen. „Man sollte Geduld haben und dem Körper Zeit lassen“, weiß Attila Picklaps von corpus curare aus Erfahrung. Der Körper muss die Farbpigmente erst einmal abbauen. Würde man ein großes Tattoo, das sich etwa über den ganzen Rücken erstreckt, in einem Mal entfernen, könnte möglicherweise eine allergische Reaktion auf die Masse der gelösten Farbpigmente drohen, vor allem bei älteren Tattoos, die unter Umständen noch Schwermetalle enthalten. Dauer und die Frequenz der Behandlungen hängen also von der Qualität und dem Alter des Tattoos ab. Deshalb nimmt sich das Team von corpus curare auch Zeit für intensive Vorgespräche. Bei der Behandlung hat man die Empfindung eines Pieksen, zwischendurch mit Eis gelindert wird. Doch wer sich schon seinerzeit tätowieren ließ, ist auch hartgesotten genug für die Entfernung. „Wir haben noch nie erlebt, dass jemand die Behandlung nicht ausgehalten hätte“, sagt Andreas Güthler, der Geschäftsführer von corpus curare.

Eckhard Weber (Journalist)

corpus curare

Winsstr. 67
10405 Berlin

030 81798661
www.corpuscurare.de

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One Response to “Haut wie ein Babypopo – Neue Lasertechniken erlauben gründliche Haar- und Tattooentfernungen ohne böse Überraschungen”

  1. UGG Boots sagt:

    This article was very useful for a paper I am writing for my thesis.

    Thanks

    Bernice Franklin